Klebetechnik

Die Klebetechnik ist eine relativ neue Technik zur Beseitigung von Dellen und Beulen auf Metallflächen.

Es gibt sie seit etwa 1970 in der Automobilindustrie. Kleine Beschädigungen an Karosserieteilen, die während des Produktionsprozesses in den Herstellungswerken entstanden, wurden mit dieser Methode bearbeitet. 1994 hielt die Klebetechnik Einzug in das Kfz-Reparaturgewerbe.

Die Bezeichnung des Beulen-, oder Dellendoktor war geboren. Begünstigt durch die immer häufiger auftretenden Hagelstürme in den letzten Jahren, entwickeln sich diese Spezialbetriebe zu einer schnell wachsenden Branche innerhalb des Kfz-Gewerbes. Aufgrund des günstigen Preis-Leistungsverhältnisses arbeiten Versicherungsunternehmen sehr oft mit ihnen zusammen.

Klebetechnick

Klebetechnik

Dem Beulendoktor stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Schadenbeseitigung zur Verfügung, eine davon ist die Klebetechnik. Bei dieser Methode werden die Dellen von außen, durch Herausziehen, beseitigt.
Ein nach außen gewölbter Klebeknopf, Adapter genannt, wird genau in die Mitte der Delle geklebt. Der dabei verwendete Spezialkleber hinterlässt auf dem Lack keine Spuren. Anschließend wird mit einem Zughammer der Adapter ruckartig gezogen, das verformte Blech(Delle) wird zu einer Beule. Diese wieder nun mit einem Teflonstift zur ursprüngliche Form zurückgeschlagen. Je nach Beschaffenheit der Delle kommen unterschiedliche Formen und Größen der Klebeknöpfe zur Anwendung. Auch größere Beulen können auf diese Weise beseitigt werden.

Die Klebetechnik hat eine Reihe sehr interessanter Vorteile für den Fahrzeughalter und die Umwelt.
Die Kosten halten sich in sehr geringem Rahmen, ganz zur Freude für die Geldbörse.
Das betroffene Karosserieteil muss nicht neu lackiert werden, denn der Lack wird nicht beschädigt.
Auch das Bearbeiten von unzugänglichen Bauteilen am Fahrzeug, wie zum Beispiel am Dachrahmen, wird durch diese Methode erst möglich.
Erhebliche Einsparungen, hinsichtlich Arbeitszeit und Materialeinsatz, sind weitere positive Eigenschaften.
Anders als bei Neu-, oder Beilackierung, ist durch diese Art der Instandsetzung eine Reparatur an der Karosserie nicht nachweisbar und es bleibt der Originalzustand des Fahrzeuges erhalten. Ein gewichtiger Aspekt für den Werterhalt und beim Fahrzeugverkauf.
Der zeit-, und kostenaufwändige Aus-, und erneute Einbau verschiedener Verkleidungsteile im Fahrzeuginnenraum wird vermieden.
In Fällen mit Lackbeschädigungen verkürzt sich der Arbeitsaufwand für Spachtel-, und Schleifarbeiten erheblich.

Fehlender, qualifizierter Nachwuchs sorgt bei den bestehenden mobilen, wie stationären Betrieben, für eine erhöhte Auslastung mit attraktiven Umsätzen und Gewinnen. Wer die Arbeitsweise einmal erlernt hat, kann sich über einen zukunftssicheren Job freuen.